ZKW nutzt rFpro zur Entwicklung von Scheinwerfern der nächsten Generation

Fahrsimulation

Der Tier-1-Zulieferer will die Zahl der Praxistests von Entwicklungsscheinwerfern auf öffentlichen Straßen um mehr als 50 % reduzieren

Neuer Ansatz könnte Millionen von Euro an Test- und Entwicklungskosten sparen

Fortschritte bei der Entwicklung von Hardware und Steuerungssoftware, bevor ein Prototypfahrzeug existiert

Der Premium-Lichtsystemanbieter ZKW verwendet jetzt die Simulationssoftware rFpro für die Entwicklung aller seiner Scheinwerferprodukte. rFpro bietet die branchenweit fortschrittlichste und realistischste Simulationslösung für die dynamische Scheinwerferentwicklung.

"Obwohl die Scheinwerfer immer komplexer werden, verlangen die OEMs eine Verkürzung der Vorlaufzeiten. Mit rFpro können wir dies erreichen", sagt Matthäus Artmann, Leiter Elektronikentwicklung Vor- und Modulentwicklung bei ZKW. "Es kann mehrere Millionen Euro und bis zu 18 Monate dauern, einen neuen Scheinwerfer zu entwickeln, wobei die Fahrer monatelang auf öffentlichen Straßen testen. Durch den Einsatz von rFpro wollen wir den Bedarf an realen Testfahrten um mehr als 50% reduzieren."

Dynamische Scheinwerfersimulationen in Echtzeit verringern die Notwendigkeit von Tests auf öffentlichen Straßen, die kostspielig sind, zu ungünstigen Zeiten durchgeführt werden und ein Risiko für Ingenieure und andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Ein simulationsgestützter Ansatz ermöglicht es Ingenieuren, zahlreiche Beleuchtungsprofile schnell zu bewerten und die Form, Ausrichtung und Intensität des Lichts zu optimieren.

"Die Scheinwerfertechnologie entwickelt sich rasant und der Entwicklungs- und Validierungsprozess wird dadurch immer komplexer", sagt Josh Wreford, Automotive Sales Manager bei rFpro. "Unsere hochpräzise dynamische Simulationssoftware ermöglicht es, sowohl das Hardwaredesign als auch die Steuerungsstrategie zu optimieren, bevor ein Prototypfahrzeug existiert. Dadurch werden die Zeit und die Kosten für die Entwicklung von Scheinwerfern erheblich reduziert."

Die Kombination aus der originalgetreuen Modellierung der Straßenoberfläche von rFpro, dem Terrain Server und der Beleuchtung, die durch IES- und RGB-Profile nach Industriestandard definiert ist, schafft eine einzigartig genaue virtuelle Umgebung. Die dynamischen Bewegungen des Fahrzeugs in Nick-, Roll- und Gierrichtung erzeugen eine originalgetreue Darstellung der Scheinwerferleistung.

"Die für die Fahrdynamik geeignete Straßenoberfläche, die physikalisch exakten digitalen Zwillinge und die hochdetaillierte Lichtmodellierung machen rFpro zur modernsten Simulationssoftware auf dem Markt", so Wreford weiter. "Dieser Detaillierungsgrad ermöglicht eine erhebliche Verringerung des realen Fahrverhaltens, was wichtig ist, da Tier-1-Zulieferer nur begrenzten Zugang zu den Prototypen des Fahrzeugherstellers haben, aber rund um die Uhr Zugriff auf das virtuelle Fahrzeugmodell haben."

Intelligente Scheinwerfer sind komplexer als herkömmliche Scheinwerfer und erfordern die Integration mit Fahrzeugsystemen, wie z. B. ADAS. In rFpro können die Fahrzeugsensoren, die die Straße vor uns sehen, modelliert und ihre Eingaben in das intelligente Scheinwerfersteuerungssystem eingespeist werden. Das bedeutet, dass der gesamte System-Feedback-Zyklus virtuell simuliert, entwickelt und validiert werden kann, bevor der erste physische Prototyp hergestellt wird.

Die Simulation von Scheinwerfern und anderen künstlichen Lichtern ist entscheidend für die Entwicklung von ADAS und autonomen Fahrzeugtechnologien. Sie sind die wichtigste Beleuchtungsquelle in Situationen mit wenig natürlichem Licht oder in der Nacht, die ADAS- und AV-Systeme genau wahrnehmen müssen. Die Simulation von rFpro ist visuell detailliert und physikalisch genau und ermöglicht es den Ingenieuren, die rohen Lichtwerte und die von den Scheinwerfern erzeugten Farbbänder zu analysieren.

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