Fahrzeughersteller nutzt Simulation für die Entwicklung und Erprobung von Scheinwerfersystemen
KTM reduziert die Abhängigkeit von Nachtfahrten unter realen Bedingungen während der ersten Entwicklungsphase und spart so Kosten und Zeit.
rFpro führt ein bedeutendes Update für „Nachtfahrten” ein, um die Korrelation und den Realismus weiter zu verbessern.
Hampshire, Großbritannien, 2. März 2026 Der Fahrzeughersteller KTM nutzt die Simulationssoftware von rFpro zur Entwicklung, Prüfung und Bewertung von Scheinwerfersystemen für seine gesamte Produktpalette. Damit kann das Unternehmen komplexe Beleuchtungsverhalten bereits in einer frühen Phase des Fahrzeugentwicklungsprozesses beurteilen.
KTM nutzt die virtuelle Umgebung von rFpro in der Vorentwicklungsphase, um die Konstruktion und Optimierung von Scheinwerfern zu unterstützen, einschließlich Lichtwurf, Helligkeit und Funktionsverhalten. Dieser Ansatz ermöglicht es den Ingenieuren, die Leistung der Scheinwerfer in einer äußerst realistischen Simulation zu überprüfen, bevor physische Prototypen verfügbar sind.
Durch die vermehrte Nutzung von Simulationen im Entwicklungsprozess für Scheinwerfer reduziert KTM seine Abhängigkeit von realen Nachtfahrten, die zeitaufwendig und kostspielig sind und oft durch Sicherheits- und Umweltfaktoren eingeschränkt werden. Dieses Problem ist bei Motorrädern besonders ausgeprägt, da der Fahrer den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und Wintertests unsicher sein können.
„Moderne Scheinwerfersysteme müssen unter den unterschiedlichsten Fahrbedingungen eine konstante Leistung erbringen“, so Philipp Schweiger, Optical Engineer R&D bei KTM. „Dank Simulationen können wir die Lichtverteilung, die Dynamik und die Wahrnehmung durch den Fahrer bereits in einer sehr frühen Entwicklungsphase bewerten. Die starke Korrelation zwischen virtuellen und physikalischen Tests gibt uns die Gewissheit, dass wir Simulationen als Teil unserer gesamten Validierungsstrategie einsetzen können.“
„Motorrad-Scheinwerfersysteme werden immer ausgefeilter, insbesondere seit adaptive und Matrix-Technologien in die Produktion Einzug halten“, so Nick Harrison, Entwicklungsleiter bei rFpro . „Die Kombination aus komplexer Fahrzeugdynamik und fortschrittlicher Steuerungssoftware macht eine frühzeitige Entwicklung und Validierung unerlässlich. Mit rFpro können Hersteller wie KTM sowohl das subjektive Fahrerlebnis als auch die zugrunde liegende technische Leistung lange vor Beginn der physischen Tests bewerten und so erheblich Zeit und Kosten sparen.“
Die Konstruktion von Scheinwerfern für Motorräder stellt im Vergleich zu Personenkraftwagen besondere Herausforderungen dar, insbesondere aufgrund des Neigungswinkels des Fahrzeugs in Kurven. Dies erschwert die Ausblendung des Gegenverkehrs mit Fernlicht und stellt höhere Anforderungen sowohl an die Hardware-Konstruktion als auch an die Steuerungsstrategien. Mit der zunehmenden Verbreitung von adaptiven LED- und Matrix-Scheinwerfern bei Motorrädern müssen die Systeme neben den Eingaben von Kameras und mehrachsigen Trägheitsmesseinheiten auch den Neigungswinkel, die Neigung und die dynamischen Bewegungen berücksichtigen.
Ingenieure können die Leistung von Scheinwerfern sowohl statisch als auch dynamisch überprüfen und dabei die gesamte Fahrzeugdynamik einschließlich Neigung, Rollbewegung und Schräglage berücksichtigen. Das Straßenoberflächenmodell von rFpro hat eine Genauigkeit von 1 cm in horizontaler und 1 mm in vertikaler Richtung, sodass die Fahrzeugdynamik präzise simuliert werden kann.
Das Entwicklungsteam von KTM nutzt einen Desktop-basierten Simulator mit Virtual-Reality-Headsets, um die Simulationsumgebung von rFpro zu erleben und die Leistung der Scheinwerfer aus der Perspektive des Fahrers zu bewerten. Die Headsets sind mit Eye-Tracking-Technologie ausgestattet, sodass die Ingenieure genau sehen können, wohin die Benutzer schauen, wenn sie mögliche Verbesserungen oder Änderungen besprechen.
Das KTM-Team nutzt einen digitalen Zwilling einer öffentlichen Straße in der Nähe seines Werks in Mattinghofen in Österreich, um seine Tests durchzuführen. Das Modell wurde von rFpro unter Verwendung von LiDAR-Scandaten erstellt. Es ermöglicht dem Team, problemlos von der Simulation in die reale Welt zu wechseln, um Daten zu korrelieren.
rFpro hat außerdem ein bedeutendes Update namens „Night Driving“ veröffentlicht, eine wichtige Softwareverbesserung, die den Realismus der Lichtsimulation erhöhen soll. Ein wesentliches Merkmal dieses Updates ist die Einführung physikalisch korrekter Retroreflektivität.
In der Simulation werden allen Materialien genaue physikalische Definitionen zugewiesen. Wenn Scheinwerferstrahlen auf Straßeninfrastrukturen wie Katzenaugen, Verkehrszeichen oder Straßenmarkierungen treffen, wird das Licht genau wie in der realen Welt zum Fahrer zurückreflektiert. Das Update enthält auch einen High-Definition-Beleuchtungsmodus, der die Berechnung des Lichtverhaltens verbessert, um realistischere Simulationsdaten zu liefern.
Über rFpro
rFpro, ein Mitglied der AB Dynamics Group plc, bietet eine Simulationsumgebung für die Automobil- und Motorsportindustrie. Sie wird für die Entwicklung und das Testen von autonomen Fahrzeugen, ADAS, Fahrzeugdynamik und Studien zum menschlichen Faktor verwendet. Die Kunden von rFpro im Bereich Automotive sind die weltweit größten Automobilhersteller, Tier-One-Zulieferer und Sensorentwickler. Wir ermöglichen ihnen die Simulation, Prüfung und Validierung neuer Sensoren, Steuersysteme und Fahrzeug-Hardware-Systeme. Die zehn größten OEMs, die die rFpro-Technologie schon früh eingesetzt haben, haben bereits Fahrzeuge auf den Markt gebracht, deren Entwicklung nicht auf einer Teststrecke, sondern in der virtuellen Umgebung von rFpro begann.
Im Motorsport sind wir Marktführer bei professioneller Driver-in-the-Loop-Simulator-Software - zu unseren Kunden zählen ehemalige und aktuelle Champions aller führenden Motorsportkategorien. Wir unterhalten die größte Bibliothek digitaler Streckenmodelle (digitale Zwillinge), darunter Rennstrecken für F1, NASCAR, WEC, IMSA, Indy, Formel E, Super-GT und australische V8 Supercars. rFpros Vision ist es, dass jedes Fahrsimulatorexperiment mit der ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Simulations-Engine von rFpro durchgeführt wird. Auf jedem Fahrsimulator, ob lokal oder Cloud-basiert, wird rFpro ein wesentlicher Bestandteil der Fahrzeugentwicklung sein.
Presse-Kontakt
Richard Doherty bei Automotive Technology PR
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