- Zum ersten Mal im Motorsport umfasst das virtuelle Modell in Ingenieurqualität sowohl Innen- als auch Außenbereiche.
- Die Fahrsimulation ermöglicht es Fahrern und Teams, die Energienutzung der Batterie zu optimieren
Fahrbahnmarkierungen, Bodenwellen, Randsteine und Gitter sind bis auf 1 mm genau modelliert
Der Fahrsimulationsspezialist rFpro hat ein hochpräzises digitales Modell der Londoner FIA-Formel-E-Strecke erstellt, bevor die Serie zum ersten Mal seit 2016 nach Großbritannien zurückkehrt. Das Modell wird es den Teams und ihren Fahrzeugen ermöglichen, die Strecke in der Simulation zu erleben und die Leistung zu bewerten, um beispielsweise die Nutzung der Batterieenergie zu optimieren. Das Rennen findet am 24. und 25. Juli im ExCel Center statt.
"Die Docklands-Strecke ist eine Premiere für den Spitzenmotorsport und kann einen Abschnitt im Inneren des ExCeL-Centers enthalten, da die Autos emissionsfrei sind", sagt Peter Daley, Geschäftsführer von rFpro. "Das bedeutete, dass wir alle Merkmale des Gebäudeinneren mit der gleichen Genauigkeit wie die Außenbereiche erfassen mussten, um die Simulation vollständig realistisch zu gestalten."
Um in der Formel E erfolgreich zu sein, muss ein Team bis zum Überqueren der Ziellinie die gesamte verfügbare Energie aus den Akkus herausholen, sonst hätten die Fahrer während des Rennens auch schneller fahren können. Die Optimierung des Energieverbrauchs durch Kalibrierung vor dem Rennen ist von entscheidender Bedeutung, und dies erfordert ein hochpräzises Streckenmodell.
rFpro verwendet Scandaten, die den Teams von der Formel E zur Verfügung gestellt werden, um die Formel-E-Strecken digital nachzubilden. Da die Strecken jedoch oft temporär sind und in letzter Minute geändert werden, müssen die Modelle ständig aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Straßen, Hindernisse und Randsteine der Realität entsprechen.
Öffentliche Straßen sind mit Unebenheiten, Straßenreparaturen und Gullydeckeln versehen, die die Fahrweise eines Fahrzeugs und damit die Genauigkeit des vorhergesagten Energieverbrauchs beeinflussen können. Ein Driver-in-the-Loop-Simulator (DIL) mit originalgetreuen Oberflächenmodellen kann den Teams helfen, dies zu berücksichtigen.
"Um sicherzustellen, dass sich ein Fahrer im Simulator genauso verhält wie auf der Rennstrecke, muss das Erlebnis absolut überzeugend sein; das bedeutet, dass alle Hinweise - visuelle, akustische und haptische - pünktlich und in Echtzeit eintreffen müssen", erklärt Daley. "Wir optimieren unsere Technologie ständig, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der die Informationen übermittelt werden. Unsere Software liefert Video- und Audiosignale mit der geringsten Latenz, während sie gleichzeitig ein Höchstmaß an grafischen Details und ein Höchstmaß an Immersion für den Fahrer bietet. Professionelle Fahrer bestätigen in Back-to-Back-Tests immer wieder, dass rFpro anderen Systemen einen deutlichen Schritt voraus ist."
Das andere Schlüsselelement für ein vollständiges Eintauchen (Realismus) in den Simulator ist ein genaues Straßenoberflächenmodell für die effektive Simulation der Reaktion auf Fahrbahneinflüsse, wie z. B. Fahrverhalten und Aufprallhärte. Die Simulationssoftware TerrainServer von rFpro reproduziert jede Bodenwelle, jede Bordsteinkante, jede Riffelung und jeden Sturz von der Fahrbahn, indem sie in Echtzeit bereinigte LiDAR-Punktwolkendaten mit hoher Bandbreite und hoher Genauigkeit für jede Reifenaufstandsfläche in ein Fahrzeugmodell einspeist, und zwar mit einer Auflösung von 1 cm in XY und einer Auflösung von 1 mm in Höhe (Z).
"Der London E-Prix ist das erste britische Formel-E-Rennen seit 2016, aber wenn die Autos auf den Straßen rund um die Royal Docks starten, werden die wettbewerbsfähigsten Teams ihren Fahrern bereits die Möglichkeit gegeben haben, die Strecke sowohl drinnen als auch draußen in einer überzeugenden virtuellen Umgebung zu trainieren", so Daley abschließend.



